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Recreation 2016

200 JAHRE ZUGEHÖRIGKEIT SALZBURGS ZU ÖSTERREICH

Der Salzburger fürsterzbischöfliche Hof war seit dem Mittelalter eine erstrangige Stätte der Pflege der Künste, insbesondere auch der Musik. Kristallisationspunkt war dabei die Salzburger Hofmusikkapelle, die 1807 mit dem gesamten Hofstaat aufgelöst wurde. Die Auflösung oblag dem letzten Kapellmeister Luigi Gatti und fällt zeitlich mit der Flucht des FEB Colloredo nach Wien, 1804 und mit dem Tod von Michael Haydn, 1806 zusammen.
Die napoleonischen Kriege, die Flucht des Erzbischofs, der Verlust der Eigenständigkeit, die beträchtlichen Gebietsverluste (Rupertiwinkel) und schließlich die Angliederung an Österreich, verbunden mit dem Absinken der Residenzstadt zu einer bedeutungslosen Provinzstadt, war zunächst ein Desaster für Salzburg.

DIE ERSTE ZEIT NACH DER ANGLIEDERUNG AN ÖSTERREICH

Es dauerte Jahrzehnte bis wieder neue Strukturen des Musiklebens aufgebaut werden konnten. (1840/41 Gründung des Dommusik-Vereins und des Mozarteums), hauptsächlich getragen durch das Bürgertum.

 

DIE VERLORENEN SÖHNE UND TÖCHTER

In der Zwischenzeit kam es dennoch zu einer erstaunlichen musikalischen Produktivität vor allem durch den Kreis ehemaliger Schüler von Michael Haydn: Joseph Wölfl, Sigismund Neukomm, Ignaz Assmayr, Anton Diabelli, Sebastian Oehlinger u.a.. Allerdings mussten diese Salzburg verlassen und ihre Karriere fand in Wien bzw. im Ausland statt. Ihre Werke gerieten in Vergessenheit und musste unter der Mithilfe der Musikwissenschaft erst wieder ausfindig gemacht werden. Wir haben es uns zur Aufgabe gesetzt, die zu Unrecht vergessenen musikalischen Schätze wieder zum Erklingen zu bringen.

 

DIE EU MACHTS MÖGLICH

>Der sogenannte Rupertiwinkel musste an Bayern abgetreten werden. Alte Verbindungen zu Bayern z. B. zum Kloster Seeon wurden getrennt. Wichtige Städte und Ländereien wurden von ihrem Zentrum Salzburg abgetrennt. Es musste bis zum Ende des 20. Jahrhunderts dauern, bis durch den Beitritt Österreichs zur EU die Voraussetzung geschaffen wurde, die alten Verbindungen zumindest in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht wieder aufleben zu lassen. Sowohl diesseits wie jenseits der Grenze besinnt man sich auf die gemeinsame kulturelle Vergangenheit und eine gemeinsame kulturelle Zukunft. Das ist für uns Anlass, neben der Stadt und dem Land Salzburg auch das Kulturzentrum Kloster Seeon in unser Festival einzubeziehen.

 

KOOPERATIONEN

„Die Recreatinon 2016“ ist eine Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum, dem Stift St. Peter, der Kulturvereinigung Schloss Goldegg, dem „Diabelli Sommer Mattsee“, dem Stift Michaelbeuern, dem „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“ und der Salzburger Dommusik. Als weitere Partner konnten die Kunsthilfe Salzburg, der Salzburger Stadtverein, der Salzburger Museumsverein und die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde gewonnen werden. Die Recreation 2016 wird von der Salzburg 2016 Gmbh unterstütz.