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Eine prägende Institution der Musikstadt Salzburg

Salzburg, 26. November 2014/WKS.

Die Träger des „Kunst- und Kulturpreises der Salzburger Wirtschaft 2014“ sind Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger und die Salzburger Bachgesellschaft. In einem Festakt im neuen Saal des WIFI Salzburg überreichte WKS-Präsident Konrad Steindl an den künstlerischen Leiter der Salzburger Bachgesellschaft, Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger, den mit 7.000 € dotierten Preis. „Wenn man von Salzburg als Musikstadt spricht, dann müssen die Salzburger Bachgesellschaft und in einem Atemzug Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger genannt werden“, betonte WKS-Präsident Steindl. Der WKS-Präsident hob die enge Beziehung von Musik und Wirtschaft in Salzburg hervor. „Wie kaum wo in Österreich gehen Musik und Wertschöpfung in Salzburg eine fruchtbare Symbiose ein“, sagte Steindl. Die Bachgesellschaft sei dabei ein höchst aktiver Faktor.

 

Schwerpunkt der Arbeit der 1976 von Albert Hartinger gegründeten Bachgesellschaft ist die Vermittlung der Werke von Johann Sebastian Bach, seiner Söhne und Zeitgenossen sowie von Salzburger Komponisten. Mit dem Bach-Zyklus, Sonderkonzerten, der Reihe „Musik für Junge Leute“ und dem Festival „Recreation“ werden Barockmusik, Klassik aber auch zeitgenössische Komponisten aufgeführt. Weltberühmte Künstler arbeiteten mit der Bach-gesellschaft zusammen: Nikolaus Harnoncourt, Jordi Savall, das Hilliard Esemble, Trevor Pinnock und Hopkinson Smith, um nur einige „Stars“ der Renaissance– und Barock-Musik zu nennen. Neue Akzente wurden in der Vokalmusik gesetzt. Mit der Gründung des Salzburger Bachchores und des Collegium Vocale wurde die Chor-Szene in Salzburg nachhaltig bereichert. Unermüdlicher künstlerischer Motor ist der vielfach ausgezeichnete Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger, einer der führenden Proponenten für „alte Musik“ in Salzburg. Allein das 83. internationale Bachfest 2008, von der Salzburger Bachgesellschaft durchgeführt wurde, lockte unter dem Motto „Bach zu Gast in Salzburg“ in 57 Veranstaltungen ca. 17.500 Zuhörer und Seher in die Konzertsäle und Kirchen Salzburgs. Das Festival erntete beim Publikum und in der internationalen Presse allerhöchste Anerkennung.

        

Neue Maßstäbe in der Musikvermittlung

 

Laudatorin Dr. Helga Rabl-Stadler würdigte in ihrer Laudatio Prof. Hartinger als „leisen, aber sehr wirksamen Kulturschaffenden“, der neue Qualitätsmaßstäbe in der Musikvermittlung gesetzt habe. Die Bachgesellschaft habe über 600 Konzerte „von feinster Qualität zu erschwinglichen Preisen“ ermöglicht. Albert Hartinger verdiene sich den Preis der Salzburger Wirtschaft aber auch als unternehmerisch denkender Veranstalter, da er persönlich für die Bachgesellschaft hafte, erklärte die Festspielpräsidentin. „Albert Hartinger ist ein unternehmerisches Wagnis für eine künstlerische Notwendigkeit eingegangen. Er hat Risikobereitschaft mit künstlerischer Phantasie und kaufmännischer Umsicht vereint.“ Nebenbei sei erwähnt: Hartinger kreierte gemeinsam mit Konditormeister Norbert Fürst als Pendant zur Mozartkugel den „Bach-Würfel“, aus dessen Erträgen einmal jährlich ein Konzert gesponsert wird. Festspielpräsidentin Rabl-Stadler: „Danke, dass Sie das musikalische Leben und die musikalische Erziehung in Salzburg so bereichert haben!“

 

Das Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft bewies nach dem Verleihungsakt und einem Konzert im WIFI Saal seine hohe musikalische Qualität mit Werken von Bach, Mozart, Schubert, Mendelssohn und Michael Haydn. Am Hammerklavier begleitete der Nachfolger von Albert Hartinger, der Salzburger Cembalist Florian Birsak. Er wird 2016 Albert Hartinger als künstlerischer Leiter der Bachgesellschaft nachfolgen.

 

Den Künstler und die Initiative würdigen

 

Der Kunst- und Kulturpreis der WKS wird alternierend mit dem Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft vergeben. Sowohl beim Kunst- und  Kulturpreis als auch beim Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft geht es darum, nicht nur Künstler auszuzeichnen, sondern vor allem die unternehmerische und kulturpolitische Initiative in der Kulturarbeit herauszustreichen und den damit verbundenen Erfolg. 2010 wurde der Preis an die Organisatoren des Diabelli-Sommers Mattsee verliehen, 2013 ging der Literaturpreis der Salzburger Wirtschaft an den Autor Julian Schutting. Mit der Verleihung des Kunst- und Kulturpreises der Salzburger Wirtschaft an die Salzburger Bachgesellschaft wird nun eine weitere, für das Musikleben Salzburgs unverzichtbare Institution ausgezeichnet.

Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger und die von ihm geleitete Salzburger Bachgesellschaft wurden am Dienstagabend mit dem der Kunst- und Kulturpreis der Salzburger Wirtschaft ausgezeichnet. Im Bild (v. r.): Univ.-Prof. Dr. Albert Hartinger, Festspielpräsidentin und Laudatorin Dr. Helga Rabl-Stadler, und WKS-Präsident KommR Konrad Steindl.

 

Foto: WKS/Neumayr

 

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